Mental Health

Leitung: Barbara Weil - E-Mail
 
Wer sind wir?
Am 23. August 2007 fand die erste Sitzung des Ausschusses an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW in Olten statt. Alle an der SPH Conference 2007 beteiligten Organisationen waren vertreten (Gesundheitsförderung Schweiz, BAG, Verein Ipsilon, FSP, FMPP, SECO, Krebsliga Schweiz, SSPH+, HSA FHNW). Es wurden insbesondere die Ziele, die Konstituierung, die Arbeitsweise und mögliche Themen diskutiert. Erstes Ziel ist die Erarbeitung eines Konzepts, welches die untengenannten Punkte konkretisiert.
 
Was tun wir?
Im August 2007 sind folgende Ziele für die Fachgruppe definiert worden:  

Wann treffen wir uns?
26. Oktober 2010: 14:15 - 16:45, Fachhochschule NWS, Olten

Rückblick 2009:
Die Fachgruppe erarbeitete im ersten Halbjahr das Grundlagenpapier Psychische Gesundheit (pdf), welches vom Zentralvorstand am 11.Juni 2009 genehmigt wurde. An den zwei Plenar-Treffen wurden folgende Schwerpunkte diskutiert:

Anhand von drei Beispielen - „see-me“ aus Schottland, „Aktionsmonat Psychische Gesundheit“ im Kanton Zug und „Accepter les différences“ aus Frankreich - präsentierte die Arbeitsgruppe Entstigmatisierung ihre Vorarbeiten. Zudem wurde die Bedeutung der Stigmatisierung im neuen Präventionsgesetz erläutert. Die Arbeitsgruppe redigiert ein Grundlagenpapier zur Thematik und wird diesen im 2010 vorlegen.

Die Arbeitsgruppe „Psychische Gesundheit und alternde Bevölkerung“ führte am 29. 10.2009 einen sehr gut besuchten interdisziplinären Roundtable zum Thema alternde Bevölkerung und Suizid durch. Die Suizidraten sind in der Schweiz besonders hoch und – wie in anderen Ländern - im Alter am höchsten. Methoden wie auch Risikofaktoren und Präventionsmassnahmen sind bekannt. Diese fokussieren auf Öffentlichkeitsarbeit, Schulungen von Multiplikatoren, Hausärzten und Pflegepersonal. Immer noch wird ein Suizid im Alter als weniger schwer eingestuft als bei jungen Menschen. Deshalb sind die Altersbilder in den Medien zu prüfen. Kenntnisse zu diesem Problem sind bisher wenig bekannt oder tabuisiert. Einige Risikogruppen könnten durch die Zusammenarbeit psychiatriefremder Gruppen gut erreicht werden, z.B. durch Bestatter, Seelsorger und Hausärzte.

In enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen und weiteren Partnern organisierte Infoklick.ch die Sommerakademie 2009 mit dem Fokus auf das Thema Resilienz: „Für das Leben stärken“. Was macht stark? Was verbindet Kinder und Jugendliche, die sich nach Rückschlägen oder Enttäuschungen nicht nur rasch fangen können, sondern oft noch gestärkt aus einer schwierigen Situation hervorgehen? Die Ziele: Projekte und Visionen mit Gleichgesinnten diskutieren, Synergien schaffen und Zusammenarbeit fördern, quer zu denken – Bestehendes analysieren und den Blick für zukunftsweisende Innovationen im Bereich der Kinder- und Jugendförderung zu öffnen.

Neu eingesetzt wurde die Arbeitsgruppe "Psychische Gesundheit und Arbeit“. Arbeit kann sich auf unsere psychische Gesundheit sowohl positiv wie auch negativ auswirken. Von arbeitsbedingtem Stress ist in der EU in etwa ein Drittel der Arbeitskräfte betroffen. Bis jetzt richteten sich aber die meisten Konzepte zur Prävention von Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz hauptsächlich gegen die physischen Risiken, die psychosozialen Risiken und die Auswirkungen der Arbeit auf die psychische Gesundheit werden weitgehend ignoriert. Es gilt künftig vermehrt darauf zu achten, dass Stigmatisierung psychischer Erkrankungen beseitigt und Massnahmen zur Wiedereingliederung und Rehabilitation angeregt werden. Die Arbeitsgruppe möchte nun ein entsprechendes interdisziplinäres Netzwerk aufbauen, ein Positionspapier zur psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz verfassen und die Thematik in bestehende Tagungsangebote einfliessen lassen.

Die Arbeitsgruppe Epidemiologie hat festgestellt, dass gut fundierte Daten im Bereich psychische Gesundheit heutzutage immer noch «Mangelware» sind, jedoch unabdingbar für die Erarbeitung von Präventions- und Interventionsmassnahmen. Auch wenn die Anstrengungen zu einem Überblick über die psychische Gesundheit der Schweizer Bevölkerung einige Resultate hervorgebracht haben (Obsan Arbeitspapiere 2, 20, 24), bleibt es wichtig, die noch bestehenden Lücken zu füllen. Die Arbeitsgruppe wird sich mit diesen Herausforderungen befassen: Identifizierung der End-Nutzer von statistischen Informationen; Identifizierung von Stakeholders; Erarbeitung eines einfachen Indikatoren-Systems (in-line mit WHO und EU); Vorschlag von Forschungsfragen.

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